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Sphecodes albilabris

(Fabricius 1793)

Auen-Buckelbiene

Synonym: Sphecodes fuscipennis (Germar 1819)

male Sphecodes albilabris, Männchen

male Sphecodes albilabris, Weibchen.

Kennzeichen

11–14  mm. Durch die Größe, den fast ganz roten Hinterleib und die dunklen Flügel eine der wenigen Sphecodes-Arten, die im Feld bestimmbar sind. [Großansicht: auf Bild klicken]

Sphecodes albilabris

Sphecodes albilabris, Männchen in Frontalansicht.

Sphecodes albilabris

Sphecodes albilabris, Weibchen in Frontalansicht.

Verbreitung

In Deutschland weit verbreitet und mäßig häufig.

Wirtsbienen

Colletes cunicularius ist der zweifelsfreie Wirt, was sich durch entsprechende Beobachtungen regelmäßig bestätigen läßt (Blüthgen 1934, 1961, Malyshev 1927, Westrich 1990).

Lehmgrube

Böschung in einer aufgelassenen Lehmgrube im Donautal mit einem Nistplatz von Colletes cunicularius. Hier ist auch Sphecodes albilabris alljährlich zu beobachten.

Sphecodes albilabris

Ein Weibchen von Sphecodes albilabris beim Verlassen des Nestes des Wirtes Colletes cunicularius.

Blütenbesuch

Als (austauschbare) Nektarquellen dienen verschiedenste Pflanzenarten, z. B. Feld-Mannstreu (Eryngium campestre), Skabiosen-Flockenblume (Centaurea scabiosa), Rispen-Flockenblume (Centaurea stoebe), Acker-Kratzdistel (Cirsium arvense), Doldiges Habichtskraut (Hieracium umbellatum), Kanadische Goldrute (Solidago canadensis), Acker-Gänsedistel (Sonchus arvensis), Rainfarn (Tanacetum vulgare),
Geruchlose Kamille (Tripleurospermum perforatum), Berg-Sandrapunzel (Jasione montana), Sand-Thymian (Thymus serpyllum). – Im Gegensatz zu den Männchen sind die Weibchen nur selten auf Blüten anzutreffen.

Sphecodes albilabris. Ein Männchen beim Blütenbesuch auf dem Sand-Thymian (Thymus serpyllum).

Sphecodes albilabris. Ein Männchen trinkt Nektar auf Feld-Mannstreu (Eryngium campestre).

  • Sphecodes albilabris
    Sphecodes albilabris. Ein Männchen beim Blütenbesuch auf dem Sand-Thymian (Thymus serpyllum).
  • Sphecodes albilabris
    Sphecodes albilabris. Ein Männchen trinkt Nektar auf Feld-Mannstreu (Eryngium campestre).

Phänologie

Univoltin. Überwinterte Weibchen von Mitte April bis Anfang Juni; Sommertiere von Ende Juli bis Ende August.

Gefährdung und Schutz

Aufgrund der weiten Verbreitung und Häufigkeit des Wirtes Colletes cunicularius hat auch S. albilabris eine befriedigende Bestandssituation.

Literatur

Blüthgen, P. (1934): Die Wirte der paläarktischen Sphecodes-Arten (Hym. Apidae. Halictinae.). – Z. wiss. InsBiol. 27: 33–42, 61–66; Berlin.

Blüthgen, P. (1961): Bei welcher Wirtsbiene schmarotzt Sphecodes fuscipennis (Germar, 1819). – Mitt. Dt. Ent. Ges. 20: 54–58, 78–80.

Malyshev, S. I. (1927): Lebensgeschichte des Colletes cunicularius L. – Z. f. Morphol. u. Ökol. d. Tiere 9: 390–409.

Westrich, P. (1990): Die Wildbienen Baden-Württembergs. 2 Bände, 2. Aufl., 972 S., 496 Farbfotos; Stuttgart (E. Ulmer).

Sphecodes albilabris

Als Offenland oder Offenlandschaft bezeichnet man nicht überbaute, nicht durch Gehölze dominierte Gebiete und damit alle Lebensräume, die nicht zum Wald zählen.