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Bestimmung (Determination) - 2 -

Weitere Werke

Ein Bestimmungswerk über die europäischen Arten der Gattung Nomada

Jan Smit hat jüngst die mehr als 200 europäischen Arten der Gattung Nomada (Wespenbienen) bearbeitet und 23 neue Arten beschrieben. Die Arten Deutschlands sind naturgemäß ebenfalls enthalten. Die Publikation ist in englisch. Einem bebilderten Bestimmungsschlüssel folgen Steckbriefe der einzelnen Arten. Das Format der Monographie ist DIN A4.

Smit, J. (2018): Identification key to the European species of the bee genus Nomada Scopoli, 1770 (Hymenoptera: Apidae), inclusing 23 new species. - Entomofauna, Monographie 3: 1-253. Ansfelden.

Smit_Nomada

Titelseite des Werkes.

Smit_Nomada_Tafel1

Eine Seite aus dem Bestimmungsteil.


Bienen Europas

Offensichtlich ist in Belgien geplant, ein mehrbändiges Werk über die Hymenopteren Europas herauszugeben. Jedenfalls ist Anfang Dezember 2019 ein erster Band über Bienen erschienen, der von den vier belgischen Autoren Michez, Rasmont, Terzo und Vereecken erarbeitet wurde, die alle sehr erfahren in der Bienenkunde sind. Nach einem einführenden Kapitel zu den Hymenopteren im allgemeinen mit Hinweisen zum Sammeln und Präparieren und einem Bestimmungsschlüssel zu den Überfamilien folgt ein Überblick über die Bienen, ihre Lebensweise, ihr Verhalten und ihre Ökologie. Abschnitte über den Rückgang und den Schutz beschließen dieses Kapitel. Es folgt ein Bestimmungsschlüssel für die Weibchen und die Männchen. Der Hauptteil enthält einen Katalog der Bienen Europas mit allen hier vertretenen Familien. Es folgen ein Glossar und ein Literaturverzeichnis. 49 Abbildungen im Mittelteil zeigen Lebensräume und Lebendfotos verschiedener Bienenarten. Dem Katalog vorangestellt sind 178 Fotos von Bienenpräparaten aus wissenschaftlichen Sammlungen. Hilfreich sind gute Strichzeichnungen von Körperteilen oder Strukturen, die den speziellen Teil illustrieren. Die Texte in diesem Abschnitt widmen sich vor allem der Morphologie und Bestimmung, aber auch der Biologie der 77 behandelten Gattungen bzw. Untergattungen oder Artengruppen sowie Hinweisen zur Präparation. Nach einem ersten Durchsehen folgt die Klassifikation im wesentlichen wohl dem Werk »The Bees of the World« von Michener (2007). Dies gilt auch für die Langhornbienen, die jüngst im Rahmen einer gründlichen Studie durch Dorchin et al. (2018) weltweit zu einer einzigen Gattung Eucera zusammengefaßt wurden.

Dieses Buch mit der Auflistung aller bisher aus Europa bekannten Bienenarten und dem komprimierten, gut illustrierten Überblick über die verschiedenen Bienengruppen (Gattungen, Untergattungen, Artengruppen) ist sehr zu begrüßen, zumal es eine Lücke schließt. Ein an den Verlag gerichtetes Wort des Bedauerns hinsichtlich der Herstellung sei mir jedoch erlaubt: Die Größe von 13 cm x 19,8 cm und die Bindung erschweren bei 547 Seiten leider den Gebrauch des Buches. So bleiben die Seiten nicht aufgeschlagen, wenn man das Buch geöffnet hinlegt (siehe nachfolgende Abbildungen der Doppelseiten). Vor allem im Mittelteil ist der bis nahe an den Falz heranreichende Text schwer zu lesen, weil man die Doppelseiten nur durch starken Druck auseinanderhalten kann.

Wegen des allgemein stark gewachsenen Interesses an Bienen wird das sowohl in englischer als auch in französischer Sprache erschienene Buch trotz des vergleichsweise hohen Preises zweifellos eine weite Verbreitung finden. Es ist zu wünschen, daß dieses Buch hilft, daß sich noch mehr Menschen ernsthaft mit Wildbienen beschäftigen und sich der weiteren Erforschung ihrer Verbreitung, Lebensweise und Ökologie widmen und zu ihrem Schutz beitragen. Diese Hoffnung haben die Autoren in ihrem Vorwort ebenfalls zum Ausdruck gebracht.

Amiet und Krebs Bienen

Michez, D., Rasmont, P., Terzo, M. & Vereecken, N.J. (2019): Hymenoptera of Europe 1. Bees of Europe. -
547 S.; N.A.P. Editions (Verrières-le-Buisson).
ISBN 978-2-913688-34-6.
78 €.

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Die Familie Halictidae in Belgien

Alain Pauly hat 2019 eine sehr detaillierte Bearbeitung der Halictidae Belgiens vorgelegt. Sie enthält also die Gattungen Halictus, Lasioglossum, Dufourea, Rophites, Rhophitoides und Sphecodes. Seladonia wird von Halictus unterschieden und als eigene Gattung geführt. Das Werk enthält zahlreiche Illustrationen und unzählige Detailfotos der Arten, die Feinstrukturen der Cuticula (Punktierungen, Chagrinierungen u.a.) sichtbar machen und der Bestimmung sehr dienlich sind. Von Genitalapparaten gibt es rasterelektronische Aufnahmen. Dem Bestimmungsteil folgen illustrierte Steckbriefe der aus Belgien (und der angrenzenden Region) bekannt gewordenen Arten. Mit einem Kapitel über die Lebensräume und Nahrungspflanzen schließt das Buch. Trotz seines Formats (DIN A4) ist das Buch gut benutzbar, da die Seiten offen bleiben, wenn es aufgeschlagen neben dem Binokular liegt.

Pauly, A. (2019): Abeilles de Belgique et des région limitrophes (Insecta: Hymenoptera: Apoidea). Famille Halictidae. - 516 S., Institut royal des Sciences naturelles de Belgique (www.naturalsciences.be). [in französisch]

Pauly_Halictidae

Titelseite des Werkes.

Pauly_Halictidae_Tafel1

Eine Seite aus dem Bestimmungsteil.

Pauly_Halictidae_Tafel2

Eine Seite aus dem Steckbriefteil.

 

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