Ein noch recht frisches Männchen von Andrena lagopus, das zusammen mit vielen
weiteren Artgenossen die Blütenstände des Wiesen-Schaumkrauts patrouillierte,
um dort auf ein noch unverpaartes Weibchen zu treffen, das sich nach dem Schlüpfen
hier zunächst mit Nektar versorgt. Gerade bei
oligolektischen
Arten dienen die späteren Pollenquellen der Weibchen als »Rendez-vous-Plätze« der
Geschlechter.
Ein frisch geschlüpftes Weibchen, dessen Behaarung noch etwas feucht ist,
da es gerade erst das Bodennest, in dem es sich entwickelt hat, verlassen hat.
Andrena minutula ist, wie auch der wissenschaftliche Name andeutet, eine
der kleinen heimischen Wildbienenarten. Sie tritt bei uns in zwei Generationen auf.

Diese Art besiedelt nicht nur Wiesen, Parks und Gärten, sondern ist ist bisweilen auch in lichten Wäldern zu beobachten.
Wo Andrena cineraria stabile Bestände bildet, ist auch regelmäßig ihre spezifische
Kuckucksbiene, die Wespenbiene Nomada lathburiana zu beobachten. Beide Arten kommen mitunter sogar mitten in der Stadt vor, wo Parkrasen der Wirtsbiene als Nistplatz dienen.
Das Weibchen dieser Art ist durch die rostrote Behaarung von Kopf und Thorax charakterisiert. Außer bei Andrena cineraria schmarotzt diese Wespenbiene
auch bei der Sandbiene Andrena vaga, die vor allem in Auen lebt.
Das Weibchen dieser in zwei Generationen auftretenden Sandbiene zwängt sich
in die noch nicht geöffnete Blüte, um an den Pollen zu gelangen.
So gut wie überall dort, wo Andrena bicolor vorkommt, trifft man auch die
artspezifische Kuckucksbiene Nomada fabriciana an, die das Wiesen-Schaumkraut
allerdings nur als Nektarquelle nutzt.

Dies ist eine der häufigsten Bienenarten des Frühlings. Sie vermag selbst in intensiv bewirtschafteten Feldfluren noch zu überleben, wo sie ihre Nester an Wegrändern, in Wiesen oder im Saum von Gehölzen anlegt.
Von links fliegt ein Männchen von Andrena lagopus das Weibchen von Andrena
haemorrhoa an, in dem es ein Weibchen der eigenen Art vermutet. Die lagopus-Männchen
patrouillierten eifrig die Blütenstände des Wiesen-Schaumkrauts, doch waren an
der besagten Stelle noch keine Weibchen zu sehen. Natürlich ist der Paarungsversuch
fehlgeschlagen, weil sich das haemorrhoa-Weibchen erfolgreich gewehrt hat.
Während Andrena haemorrhoa häufig und vergleichsweise anspruchslos ist, scheint die artspezifische
Kuckucksbiene Nomada ruficornis deutlich seltener zu sein. Männchen von Nomada-Arten sind im Feld wegen ihrer großen Ähnlichkeit oft gar nicht oder nur mit großer Erfahrung zu bestimmen; meist ist auch der Einsatz optischer Hilfsmittel (Binokular-Mikroskop) für die Bestimmung erforderlich. Der frühere, heute nomenklatorisch ungültige Name dieser Art lautet Nomada bifida (lateinisch bifidus = geteilt, Hinweis auf den Mandibelbau).
Das Weibchen dieser Art wirkt durch die ausgeprägte Rotfärbung recht dunkel,
zumal auch der Hinterleib eine ausgedehnte Rotfärbung aufweist. Kennzeichnendes Merkmal der Art sind die zweizähnigen Mandibeln (Oberkiefer), die in Mitteleuropa sonst nur noch die weitaus selteneren Arten Nomada moeschleri und Nomada opaca besitzen.
Dieses Weibchen der Rostroten Mauerbiene verköstigt sich nur am Nektar des
Wiesen-Schaumkrauts. Offensichtlich ist dieser Kreuzblütler für diese Bienenart
als Pollenquelle nicht attraktiv.
Im Gegensatz zur nahverwandten Osmia bicornis hat dieses Weibchen von Osmia
cornuta eifrig Pollen gesammelt. Die Analyse des in seiner Bauchbürste gespeicherten
Pollens ergab, daß das Weibchen zuvor an Zwetschge (Prunus domestica) oder an
Süßkirsche (Prunus cerasus) gesammelt hatte. Beide Baumarten waren Bestand der
untersuchten Obstwiese. Ihr Pollen ist lichtmikroskopisch nicht zu unterscheiden. Das Nest dieses Weibchen dürfte sich in der nur etwa 100m entfernten Wohnsiedlung befunden haben.

Diesen Falter traf ich im Schönbuch bei Tübingen auf einer Wiese in der Nähe des Waldrandes an. Er legt seine Eier an Wiesen-Schaumkraut und andere Kreuzblütler, an denen sich die Raupe entwickelt.

Auch diesen Falter fand ich in der Nähe des Waldrandes auf einer recht feuchten Wiese Auch seine Raupe entwickelt sich an Kreuzblütlern. Er tritt bei uns in zwei Generationen auf.

Dieser überall im Offenland, an Waldrändern und in Lichtungen lebende Falter hat als Vollinsekt überwintert. Daher sind die Flügelränder dieses Exemplars auch schon etwas ausgefranst. Seine Raupe entwickelt sich an Brennesseln, die an beschatteten Standorten wachsen.
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