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Lebensraum Magerrasen

Wildbienen an einem Waldrand - 6 -

19. Mai 2007

Heute fand ich bei der gezielten Kontrolle der Bestände von Glockenblumen (Campanula), Knautien (Knautia) und Korbblütlern (Asteraceae) auf der an den Waldrand angrenzenden Wiese die drei nachfolgend abgebildeten oligolektischen Arten.

Andrena curvungula - Weibchen

Ein Weibchen der Braunschuppigen Sandbiene (Andrena curvungula) verläßt gerade die Blüte der Rundblättrigen Glockenblume (Campanula rotundifolia), in der es von der Griffelstange die dort von den Staubbeuteln stammenden Pollen abgestreift und in die Transporteinrichtungen umgelagert hatte. Andrena curvungula ist streng oligolektisch und auf Vertreter der Gattung Campanula spezialisiert. Außer Campanula rotundifolia sammelt sie auch an Campanula patula, Campanula persicifolia und Campanula poscharskyana.

Andrena curvungula pollensammelnd an Campanula rotundifolia

Der Rücken dieser Andrena-Art trägt eine schuppenartige braune Behaarung, ganz im Gegensatz zu der nah verwandten Art Andrena pandellei, die graue Schuppenhaare aufweist. Das Tier auf dem linken Foto ist das gleiche wie auf dem obigen Foto. [Großansicht]


Andrena curvungula Männchen

Das Männchen von Andrena curvungula sieht dem Weibchen nicht sehr ähnlich. Vor allem fehlen ihm die Schuppenhaare auf dem Rücken.


Andrena hattorfiana pollensammelnd an Knautia arvensis

Andrena hattorfiana sammelt ausschließlich an Vertretern der Gattungen Knautia und Scabiosa Pollen. Hier hat das Weibchen seine Transporteinrichtungen schon reich mit dem himbeerfarbenen Pollen der Wiesen-Knautie (Knautia arvensis) gefüllt.


Andrena hattorfiana - Männchen auf Knautia arvensis

Ein Männchen von Andrena hattorfiana schiebt seinen Rüssel in eine der vielen Blüten des Knautien-Köpfchens, um Nektar zu trinken. Ein weiteres Bild des Männchens findet sich auf dieser Seite.


Andrena fulvago - Weibchen auf Hieracium pilosella

Auf Korbblütler (Asteraceae) spezialisiert ist die Sandbienen-Art Andrena fulvago, die Andrena humilis ähnelt, aber glänzendere Tergite aufweist und etwas kleiner ist. Hier rastet ein Weibchen gerade auf einem Köpfchen des Kleinen Hasenohrs (Hieracium pilosella), von dem am Waldrand einige Exemplare blühten.

Nähere Informationen zur Oligolektie der Bienen finden sich hier.


Mittlerweile beträgt die Zahl der am Waldrand nachgewiesenen Arten 48.

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