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Lebensraum Magerrasen

Beobachtung und Förderung von Wildbienen am Haus, im Garten und in der Schule

Als ersten Komplex der verschiedenen Aspekte des Schutzes und der Förderung von Wildbienen finden Sie auf den folgenden Seiten detaillierte Informationen darüber, wie man Wildbienen am Haus, im Garten und in der Schule fördern und durch regelmäßige Beobachtungen viel Neues entdecken kann. Die einzelnen Methoden beruhen auf über 30 Jahren Erfahrung und wurden von mir alle praktisch erprobt.

Viele dieser Empfehlungen habe ich bereits in meinem Grundlagenwerk zum Artenschutzprogramm des Landes Baden-Württemberg (Westrich 1989, 1990) gegeben. Sie sind in veränderter Form auch enthalten in den Broschüren »Wildbienen-Schutz in Dorf und Stadt« (von 1983 bis 1989 in drei Auflagen erschienen) und »Wildbienen am Haus und im Garten« (zwei Auflagen von 1997 bis 1999), die von der Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg herausgegeben wurden und die die Erstellung der Broschüren finanziell gefördert hat. Diese sind leider vergriffen und können auch über mich nicht mehr bezogen werden.

Broschüre »Wildbienenschutz in Dorf und Stadt«Broschüre »Wildbienenschutz am Haus, im Garten«

Vordere Umschlagseiten der beiden vergriffenen Broschüren

Mein Internetauftritt soll dazu beitragen, für die Wildbienen und damit für die Natur im Kleinen Begeisterung zu wecken. Hier gilt ganz besonders:

Nur was man kennt, kann man und was man liebt, will man schützen.

Mit den auf den folgenden Seiten beschriebenen Nisthilfen können vom Frühjahr bis zum Herbst viele verschiedene Beobachtungen angestellt werden. Dies gilt für alle Altersstufen. Kindern bietet sich hier eine besonders gute Möglichkeit nicht nur zu Hause, sondern auch in der Schule faszinierende Phänomene aus allernächster Nähe zu beobachten. Gerade die Beschäftigung mit Wildbienen hilft, wie unzählige Projekttage und meine eigenen Schulungen gezeigt haben, Kinder und Jugendliche für komplexe Beziehungszusammenhänge zu sensibilisieren und ein Bewußtsein eigener Verantwortlichkeit durch das persönliche Betroffensein zu entwickeln.

Die Kinder von heute sind die Wildbienenschützer von morgen!

Mit allen Maßnahmen der Förderung von Wildbienen verbessern wir gleichzeitig auch die Lebensbedingungen vieler anderer Insekten. Von unseren Nisthilfen und dem besseren Nahrungsangebot profitieren z.B. auch verschiedenste Arten der

  • Grabwespen (Sphecidae)
  • Wegwespen (Pompilidae)
  • Faltenwespen (Eumenidae)
  • Schlupfwespen (Ichneumonidae)
  • Schmalbauchwespen (Gasteruptionidae)
  • Erzwespen (Torymidae, Eurotymidae, Leucospididae, Eulophidae)
  • Goldwespen (Chrysididae)  # zur Galerie
  • Keulhornwespen (Sapygidae)
  • Käfer (u.a. Melioidae, Cleridae) und
  • Fliegen (u.a. Bombyliidae, Conopidae, Drosophilidae)

Die besten Nisthilfen und der blütenreichste Garten ersparen bzw. ersetzen nicht die Schutzmaßnahmen in der freien Landschaft.

Warum? Viele Arten der Wildbienen können aufgrund ganz spezieller ökologischer Ansprüche nicht im Wohnumfeld des Menschen existieren. Arten mit einer Bindung an ganz bestimmte Lebensräume können nur erhalten werden, wenn Trockenrasen, Magerwiesen, Dünen, Sandheiden, Felsfluren und Schilfröhrichte geschützt und sachgerecht gepflegt werden.

Allerdings können wir viele Wildbienen fördern, indem wir einerseits ihre Nistmöglichkeiten verbessern, was letztlich auf die Nachahmung natürlicher Nistplätze hinausläuft, andererseits das Nahrungsangebot bereichern.

Das Navigationsmenü auf der linken Seite bietet Ihnen verschiedenste Möglichkeiten an. Prüfen Sie, ob eine der Möglichkeiten auch von Ihnen umgesetzt werden kann.

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