Verbesserung des Nahrungsangebots -2-
Ranken- und Kletterpflanzen
Weitere Möglichkeiten:
Bäume und Sträucher
Blumenwiesen
Pionierflächen
Ein- und zweijährige Blumen und Nutzpflanzen
Zwiebelgewächse
Wildstauden
Heil- und Gewürzkräuter, Gemüsebeete
Balkon- und Terrassenpflanzen
Dachbegrünung
In weiten Teilen Süddeutschlands (v.a. in Lagen unterhalb 500m Meereshöhe) kommt die Zaunrüben-Sandbiene (Andrena florea) vor, die, wie der deutsche Name schon andeutet, auf Zaunrüben (Bryonia) spezialisiert ist (siehe Bild links oben mit pollensammelndem Weibchen an einer männlichen Blüte) [Großansicht]. Die ausschließlichen Pollenquellen in Mitteleuropa sind die Rotfrüchtige oder Zweihäusige Zaunrübe (Bryonia dioica) und (mehr im Osten) die Weiße Zaunrübe (Bryonia alba). Die Rotfrüchtige Zaunrübe, ein mehrjähriges, nährstoffreiche und kalkige Böden beanspruchendes Kürbis-Gewächs, kann man durch Aussaat seiner roten Beeren (giftig!) am Gartenzaun, am Heckenrand oder beim Kompost ansiedeln. Als Pollenquelle kommen hier aber nur die männlichen Pflanzen in Frage (die Weiße Zaunrübe hingegen ist einhäusig). Daher sollte man mehrere Samen aussäen, um die Chance einer männlichen Pflanze zu erhöhen. Dort, wo die Zaunrübe sich von selbst einstellt, z.B. in Parkanlagen, sollte man sie dulden. Auch andere Bienenarten profitieren nämlich von dem reichen und lang anhaltenden Blütenflor. Da die Zaunrübe sehr stickstoffliebend ist, empfiehlt sich eine regelmäßige Stickstoffgabe (z.B. mit Kuhdung).
Die karminrote oder weiße Staudenwicke (Lathyrus latifolius) eignet sich hervorragend für Zäune. Sie blüht im Juni und Juli und ist eine beliebte Pollenquelle der Platterbsen-Mörtelbiene (Megachile ericetorum), der Garten-Blattschneiderbiene (Megachile willughbiella), der Schwarzbürstigen Blattschneiderbiene (Megachile nigriventris) und der Blauschwarzen Holzbiene (Xylocopa violacea).
Garten-Blattschneiderbiene (Megachile willughbiella) beim Pollensammeln an der Staudenwicke.
Dort, wo die Blauschwarze Holzbiene (Xylocopa violacea) vorkommt, besucht sie nach dem Verlassen des Winterquartiers mit großer Vorliebe die traubenförmigen, blauen Blütenstände der für Pergolen oder Hauswände geeigneten Glyzinie (Wistaria sinensis).


Eine von altem Efeu (Hedera helix) überwachsene Mauer ist besonders erhaltenswert. An einigen Stellen in Südwestdeutschland kann an solchen Stellen die Efeu-Seidenbiene (Colletes hederae) im Herbst pollensammelnd beobachtet werden (Bild rechts, am Kaiserstuhl fotografiert), die 1993 von Konrad Schmidt und mir erstmals für die Wissenschaft beschrieben wurde. Damit es auch noch in Jahrzehnten alte blühende Efeu-Hecken gibt, sollten sie auch heute an geeigneten Orten gepflanzt werden.


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