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Lebensraum Magerrasen

Stelis nasuta (Latreille 1809)

Rotbeinige Düsterbiene

Stelis nasuta Weibchen

Das 7–10mm mm große Weibchen ist gut an den roten Beinen und den cremefarbenen Flecken auf den Tergiten zu erkennen. [Großansicht] – Das hier nicht abgebildete, 6–8mm große Männchen ähnelt dem Weibchen sehr. Beim ihm sind zusätzlich Clypeus und Nebengesicht cremeweiss gefärbt.


Stelis nasuta schlafend

Hier hat sich ein Weibchen zum Schlafen in eine verlassene Brutzelle der Mörtelbiene verkrochen.


Verbreitung

Südeuropa; in Mitteleuropa in historischer Zeit nordwärts bis Thüringen und Sachsen-Anhalt. Darüber hinaus auch aus den Bundesländern Hessen, Bayern und Baden-Württemberg bekannt geworden. Außerdem in der Schweiz und in Österreich nachgewiesen.

Wirte

In Deutschland ausschließlich Megachile parietina; weitere Wirte sind in der Schweiz Megachile pyrenaica und in Südeuropa Megachile sicula und wahrscheinlich noch weitere Arten aus der nahen Mörtelbienen-Verwandtschaft. – Zur Eiablage öffnet das Weibchen die Brutzelle mit seinen Mandibeln und verschließt sie danach wieder, was ich einmal im Wallis an einem Nest von Megachile parietina beobachten konnte.

Blütenbesuch

Blütenbesuch: Als Nektarquellen wurden bisher nur Lamiaceae (Lippenblütler) bekannt: Aufrechter Ziest (Stachys recta), Kriechender Günsel (Ajuga genevensis), Berg-Gamander (Teucrium montanum), Edel-Gamander (Teucrium chamaedrys), Feld-Thymian (Thymus pulegioides).

Phänologie

Univoltin. Mitte Mai bis Ende August.

Gefährdung und Schutz

Die Art war auch früher deutlich seltener als ihr Wirt. Da in Deutschland fast alle Wirtsvorkommen erloschen sind und hier der letzte Nachweis im Jahre 1963 im Kaiserstuhl war, muß die Art in Deutschland als erloschen gelten. Auch in der Schweiz ist ein starker Rückgang zu verzeichnen, doch kann man die Art im Wallis und Engadin noch regelmäßig finden. In Österreich ist die Art offenbar ausgestorben, obwohl es von dem Wirt Megachile parietina noch vereinzelte Vorkommen gibt.

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